Japantreffen in Berlin beim MINT-EC

Japantreffen in Berlin beim MINT-EC

 

Als im Sommer 2012 die erste deutsche Delegation zur Science Fair, der japanischen Variante von „Jugend forscht“, ins ferne Yokohama aufbrach, da ließen sich die Initiatoren beim  MINT-EC durchaus auf ein kostenintensives Experiment ein. MINT-EC ist der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. und der Geschäftsführung um den Vorstandsvorsitzenden Herrn Gollub ging es um Impulse aus Fernost, ob man denn von der Forschungs- und Industrienation Japan etwas lernen könne. Und ob! Mittlerweile sind 6 Delegationen allsommerlich nach Japan gereist und haben eine Menge Eindrücke mitgebracht, Kontakte geknüpft und ihre Erfahrungen selbst wieder weitergegeben. Das am 20. und 21. Oktober in Berlin veranstaltete Treffen aller Japan-Jahrgänge diente dem gemeinsamen Austausch, einer Bestandsaufnahme und eines Blickes nach vorn. Einhelliger Tenor aller Gereisten: Japan hat verändert, den eigenen Horizont, den Umgangston, Sichtweisen und kulturelles Verständnis. Dass die Japanischen Schülerinnen und Schüler die gleichen chemischen Formeln wie in Deutschland schreiben, man hätte es wissen können. Dass wir Europäer an den Posterständen in Yokohama und Cobe aber kaum mehr als diese Formeln verstanden und Kommunikation mit etwas Englisch und vielen Gesten dennoch erfolgreich sein kann, das ist eine wichtige Erfahrung. Mathematik, Informatik,  Naturwissenschaft und Technik, die sogenannten MINT-Fächer, bildeten die Basis für eine deutsch-japanische Begegnung. Dem Japanisch-deutschen Zentrum Berlin und hier vornehmlich Frau Wonneberg ist es zu verdanken, dass jede Japanreise auch einen landestypischen Part erfuhr, japanische Küche und japanische Traditionen erfahrbar wurden.

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Sechs Japanjahrgänge, sechs mal zehn Tage unglaublicher Fülle, je sechs Schülerinnen und Schüler und je drei Projektbetreuer, insgesamt also 18 Projekte vom Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ haben bislang die Reise erleben dürfen.  Dass mit Frau Böttger, Frau Dr. Purgahn und Herrn Weitz gleich dreimal das Gymnasium „Albert Schweitzer“ vertreten wurde, ist eine unglaublich stolze Bilanz und eine besondere Wertschätzung unserer Arbeit. 

 

c.by. Dr. U. Purgahn